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Anleihen einfach erklärt. Ein KI Interview über Zinsen

Die Aktienmärkte haben in den letzten Wochen weltweit wieder an Fahrt aufgenommen. Doch ein Thema hat viele Anleger verunsichert: Die heftigen Entwicklungen an den Rentenmärkten. Die vermeintlich sichere Anlageklasse der Anleihen erlitt durch die historischen Zinsanstiege deutliche Kursrückgänge.

Wir betonen in unseren Gesprächen immer wieder: Bei einer hohen Diversifikation (viele Einzeltitel) und hoher Bonität der Emittenten muss man als langfristiger Investor vor allem Zeit mitbringen, um diese Buchverluste wieder auszugleichen. Aber vielleicht schafft es die künstliche Intelligenz noch besser als wir, diese komplexen Zusammenhänge verständlich zu machen?

Deshalb haben wir ChatGPT zu einem exklusiven Interview über die Mechanismen von Anleihen eingeladen.

„Wie hängen Zinsanstiege und Anleihenkurse zusammen? Und warum ist Abwarten bei hoher Bonität oft die beste Strategie?“

Das Interview: Künstliche Intelligenz trifft Finanzplanung

Philip:
Hey ChatGPT, kann ich mit dir ein Interview zum Thema Anleihen führen?
ChatGPT:
Ja, natürlich! Ich stehe Ihnen gerne für ein Interview zum Thema Anleihen zur Verfügung. Bitte stellen Sie Ihre Fragen, und ich werde mein Bestes tun, um Ihnen zu helfen.
Philip:
Was genau ist eine Anleihe?
ChatGPT:

Eine Anleihe ist eine form der Kapitalbeschaffung für Unternehmen, staatliche Institutionen oder andere Organisationen. Im Wesentlichen handelt es sich bei einer Anleihe um eine Art Schuldschein, bei dem der Emittent (das Unternehmen oder die Institution) Geld von Anlegern aufnimmt. Im Gegenzug verpflichtet sich der Emittent, den Anlegern regelmäßige Zinszahlungen (Coupon-Zahlungen) und das geliehene Geld zum Ende der Laufzeit (Nennwert) zurückzuzahlen.

Anleihen sind in der Regel festverzinsliche Wertpapiere mit einer bestimmten Laufzeit. Während dieser Laufzeit erhalten die Anleger normalerweise regelmäßige Zinszahlungen, die auf einem festen Zinssatz basieren. Sie werden oft an Börsen gehandelt, und ihr Preis kann schwanken. Dies hängt vor allem von der Bonität des Emittenten, den aktuellen Marktzinsen und der allgemeinen Nachfrage ab.

Philip:
Okay, ich habe gehört, dass Anleihen sicherer sind als Aktien. Stimmt das?
ChatGPT:

Ja, im Allgemeinen gelten Anleihen als sicherere Anlageform im Vergleich zu Aktien. Das liegt im Wesentlichen an drei Aspekten:

1. Rückzahlung: Der Emittent verpflichtet sich vertraglich, das geliehene Geld am Ende der Laufzeit zum Nennwert zurückzuzahlen, sofern er zahlungsfähig ist. Aktionäre hingegen haben kein festes Rückzahlungsrecht.
2. Rangfolge im Insolvenzfall: Sollte ein Emittent zahlungsunfähig werden, haben Anleihegläubiger eine höhere Priorität bei der Rückzahlung als Aktionäre. Sie werden zuerst aus der Insolvenzmasse bedient.
3. Geringere Volatilität: Kursentwicklungen von Anleihen schwanken im Regelfall deutlich weniger stark als Aktienkurse.

Wichtig bleibt jedoch zu beachten, dass es qualitative Unterschiede gibt. Anleihen mit niedrigerer Bonität (sogenannte High-Yield-Anleihen oder Junk Bonds) bergen naturgemäß ein deutlich höheres Ausfallrisiko als erstklassige Staats- oder Unternehmensanleihen.

Philip:
In letzter Zeit haben viele Anleihenfonds jedoch stark an Wert verloren. Das soll mit dem Zinsanstieg zusammenhängen. Bitte erklär mir diesen Mechanismus.
ChatGPT:

Das liegt an der inversen Beziehung zwischen Zinsen und Anleihekursen. Wenn die Zinsen am Markt steigen, werden neu ausgegebene Anleihen mit einem höheren Zinssatz (Coupon) angeboten. Dadurch werden ältere, bereits im Umlauf befindliche Anleihen mit niedrigeren Zinssätzen für Investoren unattraktiver.

Damit jemand diese älteren Anleihen überhaupt noch kauft, muss deren Kurs auf dem Sekundärmarkt sinken, um die effektive Rendite an das neue Zinsniveau anzupassen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Duration (die durchschnittliche Restlaufzeit der Zahlungsströme). Je länger die Restlaufzeit einer Anleihe ist, desto empfindlicher reagiert ihr Kurs auf Zinsänderungen. Wenn die Zinsen steigen, leiden Anleihen mit langer Duration unter weitaus größeren Kursrückgängen als kurzlaufende Papiere.

Philip:
Ist dieser Wertverlust denn nun von Dauer oder können Anleger auf eine Erholung hoffen?
ChatGPT:

Der Kursverlust durch Zinsanstiege ist keineswegs dauerhafter Natur. Wenn sich die Zinsen auf dem neuen Niveau stabilisieren oder in Zukunft wieder sinken, gewinnen bestehende Anleihen wieder an Wert. Insbesondere Papiere mit längerer Duration profitieren stark von sinkenden Zinsen, da ihre festen Zinskupons im Vergleich zum sinkenden Marktzins wieder hochattraktiv werden.

Wichtig bleibt, die Bonität der Emittenten im Auge zu behalten. Bei hoher Qualität der Schuldner ist eine Erholung der Kurse im Zeitverlauf der Normalfall.

Philip:
Das heißt konkret: Wenn ich einfach abwarte, bis die im Fonds enthaltenen Anleihen ihre Endfälligkeit erreichen, wird das investierte Kapital zum Nennwert zurückgezahlt und kann zu den nun höheren Zinsen neu angelegt werden, richtig?
ChatGPT:

Exakt so ist es! Bei Erreichen der Endfälligkeit zahlt der Emittent den Nennwert der Anleihe zu 100 % an den Fonds zurück.

Der Fondsmanager nutzt dieses zurückgeflossene Kapital anschließend, um neue Anleihen am Markt zu kaufen. Und das Beste daran: Diese neuen Anleihen werden nun zu den mittlerweile gestiegenen, höheren Zinssätzen eingekauft. Das sorgt im Zeitverlauf für steigende Zinserträge innerhalb des Fonds und führt zu einer kontinuierlichen Erholung des Gesamtwertes. Wer langfristig investiert bleibt, profitiert also im Nachgang von dem gestiegenen Zinsniveau.

Philip:
Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch, ChatGPT!
ChatGPT:
Gern geschehen! Es war mir eine Freude, die Mechanismen von Anleihen verständlich zu beleuchten. Wenn Sie in Zukunft weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung. Ich wünsche Ihnen und Ihren Anlegern alles Gute!

Fazit von GutesGeld: Zeit schlägt Schwankung

Das Interview bringt es auf den Punkt: Die Kursverluste an den Anleihenmärkten im Zuge von Zinsänderungen sind schmerzhaft anzusehen, aber bei hoher Qualität der Emittenten sind sie vorübergehender Natur.

Als Anleger müssen Sie in solchen Marktphasen vor allem eines tun: Ruhe bewahren und dem Portfolio Zeit geben. Die auslaufenden Anleihen werden im Hintergrund kontinuierlich durch neue, höher verzinsliche Papiere ersetzt, was Ihr Portfolio langfristig stärkt.

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